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Was soll ich als Patient tun?

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Der entscheidende Schritt auf dem Weg zurück zur Kontinenz ist der Sprung über den eigenen Schatten. Zugegeben, es benötigt viel Mut, über den Kontrollverlust der eigenen Ausscheidungen zu reden.


Analfisteln und Stuhlinkontinenz

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Da Analfisteln meistens enge Beziehung zu den Schließmuskelen haben, spielt der Erhalt der Kontinenz in der Therapie eine entscheidende Rolle.


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Diagnostik der Stuhlinkontinenz

Eine erfolgreiche Therapie setzt die Ursachenklärung voraus.

Stuhlinkontinenz ist in der Regel die Folge mehrerer gestörter Kontinenzfaktoren. Daher steht deren Untersuchung und Beurteilung im Vordergrund. Neben der Basisdiagnostik gibt es zahlreiche Zusatzuntersuchungen, welche individuell abgestimmt werden. Parallel ist es wichtig, Begleiterkrankungen zu erfassen, welche Einfluss auf die Stuhlinkontinenz haben können.

Basisdiagnostik im Kontinenzzentrum Nordsachsen

Klinische Beckenbodenbodenuntersuchung

Bei einer Stuhlinkontinenz untersuchen wir unsere Patientinnen im Liegen, Hocken und im Stehen. Bei Männern sind Beckenbodenschwächen sehr selten, so dass hier meist die Untersuchung im Stehen nicht erforderlich ist.

Beurteilung der Afterregion und funktionelle Rektoskopie

Der After und dessen Umgebung werden betrachtet und beurteilt. Durch Austasten des Analkanals werden erste Aussagen zur Schließmuskelfunktion gewonnen. Es wird nach einem eventuellen Tumor (Rektumpolyp oder Rektumkarzinom) in der Enddarmregion getastet. Nach einem kleinen Reinigungseinlauf wird durch ein Rektoskop der Enddarm angesehen. Der Analkanal kann durch ein kürzeres Endoskop (Anoskop) zusätzlich untersucht werden. Wichtige Erkrankungen werden somit schon jetzt erfasst und, hinsichtlich der Stuhlinkontinenz, ein innerer Darmprolaps (Vorfall) oft schon nachgewiesen. Durch diese Methoden lassen sich die meisten proktologischen Krankheitsbilder nachweisen.

Koloskopie

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) erfasst insbesondere Neubildungen, ob gut- oder bösartig, sowie Entzündungen. Entnommene Gewebeproben sichern die Diagnose. Ob eine frühere Koloskopie wiederholt werden sollte, hängt vom Krankheitsbild ab.


Zusatzdiagnostik im Zentrum oder im Beckenbodenverbund

Anorektale Manometrie

Bei der anorektalen Manometrie werden mit einer Sonde, die etwa kleinfingerdick ist und in den Afterkanal eingeführt wird, Aussagen zum noch vorhandenen Druckvermögen der Schließmuskeln gewonnen. Diese Werte ergänzen den durch die Austastung bereits gewonnenen Befund.

Endorektale Sonographie

Bei Verdacht auf Schließmuskeldefekte kann durch eine Ultraschall-Untersuchung mit einer Spezialsonde, die in den Afterkanal eingeführt wird, ein Schaden dargestellt und in seiner Ausdehnung beurteilt werden.

Defäkographie, konventionell

Bei dieser Röntgenuntersuchung wird (in der Regel nur) der Enddarm mit Kontrastmittel aufgefüllt. Dann erfolgt die röntgenologische Aufzeichnung des Stuhlganges in Durchleuchtungstechnik. Dadurch können Entleerungsstörungen sichtbar gemacht werden. Zusätzliche Kontrastmittelgaben (Harnblase, Scheide, Dünndarm) können die Aussagen ergänzt. Um den Krankheitswert von Senkungsprozessen möglichst genau beurteilen zu können, führen wir die Defäkographie als Proktologe stets zusammen mit dem Radiologen durch.

Darstellung des inneren Darmvorfalls
Mit Kontrastmittel aufgefüllter Enddarm

MR – Defäkographie

Bei jüngeren Patienten und abzuklärenden Zusatzbefunden in der Umgebung bevorzugen wir diese Untersuchungsmethode, da sie keine Röntgenstrahlung benötigt. Allerdings erfolgt sie im Liegen und ist daher besonders für die Senkungsprozesse von eingeschränkter Aussagekraft.

Obstipationsdiagnostik

Manchmal wird die Stuhlinkontinenz, die in verschiedenen Schweregraden auftritt, auch von Verstopfungsphasen begleitet. Dann können zusätzliche Darm- und Bauchuntersuchungen wie die Darm-Transitzeitbestimmung, die virtuelle Colonographie und weitere CT-Untersuchungen notwendig werden.
Stau im kleinen Becken
Transportstau in linker Flexur

Diarrhoediagnostik

Oft wird eine Stuhlinkontinenz von dünnen oder sehr breiigen Stühlen erheblich verschlechtert. Wir führen dann Blut- und spezielle Stuhluntersuchungen durch, um eine Ursache für die Durchfälle zu finden. Dazu gehören auch Atemteste, welche die sehr häufigen Nahrungsunverträglichkeiten von Milch- oder Fruchtzucker bzw. Zuckerersatzstoffen nachweisen.

Fachübergreifende Diagnostik

In Abhängigkeit von einer bereits erfolgten Mitbehandlung sind unter Umständen Überweisungen zu anderen Fachrichtungen (z.B. Urologe, Neurologe) notwendig. Bei komplexen Beckenbodensenkungsprozessen und entsprechender Beschwerdesymptomatik stimmen wir die Diagnostik und die spätere Therapie im hauseigenen Beckenbodenkonsil ab, sofern der Patient dies wünscht.


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